„How to Optimize Your Owned Content for AI Search“: So lautet ein 2026er-Leitfaden der B2B-Plattform LinkedIn. Ich habe die Ergebnisse analysiert und fasse für euch die zentralen Ergebnisse zusammen. Wir starten mit den Grundlagen und einem alten Bekannten aus der SEO-Welt: der Optimierung von Heading-Tags.
![Infografik mit dem Titel „KI-Sichtbarkeit erhöhen [Teil 1]: Grundlagen & Überschriften-Struktur“. Vier Themenblöcke werden dargestellt: Ergebnisse einer LinkedIn-Studie zu GEO und KI-Sichtbarkeit, der Wandel der Online-Suche 2026, drei GEO-Basics für KI-freundlichen Content sowie die Optimierung von Heading-Tags (H1–H3). Am unteren Rand steht „Details im Blog-Beitrag“ sowie das Logo und der Copyright-Hinweis „© Mathias Sauermann“.](https://der-onliner.org/wp-content/uploads/2026/02/geo-checklisten.png)
In diesem ersten Teil meiner Blog-Serie zu der LinkedIn-GEO-Studie gucken wir uns diese Themen an:
Auf geht’s.
GEO & KI-Sichtbarkeit: Das hat die LinkedIn-Studie untersucht
Nachdem Google das KI-Format „AI Overviews“ („Übersichten mit KI“) in seinen Suchergebnissen eingeführt hatte, stellte LinkedIn bei einigen Suchbegriffen deutliche Besucherzahlenverluste fest. Eine mögliche Ursache: Googles KI-Feature beantwortete Suchanfragen direkt auf der Ergebnisseite, sodass Nutzer*innen seltener auf klassische Suchtreffer klickten. LinkedIn verlor Website-Besucher*innen, die zuvor über organische (unbezahlte) Google-Suchergebnisse kamen.
Daraufhin untersuchte die Plattform ihren eigenen Web-Content. LinkedIn wollte verstehen, wie KI-gestützte Suchsysteme Informationen aus Webseiten entnehmen, gewichten und in eigene Antwortformate einbauen.
Die Analyse basiert auf internen LinkedIn-Daten und ist daher nur eingeschränkt aussagekräftig. Sie liefert jedoch Hinweise darauf, welche Faktoren die Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten beeinflussen.
Warum 2026 einen deutlichen Wandel in der Online-Suche mit sich bringt
Ob ChatGPT, Google Gemini, Perplexity, Microsoft Copilot oder Googles Übersichten mit KI bzw. KI-Modus: LinkedIn betont in seiner Analyse, wie stark sich aktuell die Online-Suche verändert. Klassische Suchmaschinen-Optimierung (SEO) reicht nicht mehr aus. Sie wird zur Teilmenge einer erweiterten Disziplin: Generative Engine Optimization (GEO).
Meine Einschätzung: Unternehmen und Marken, die künftig in KI-Antworten sichtbar sein wollen, brauchen eine GEO-Strategie. Starten wir mit den GEO-Basics, von denen die LinkedIn-Studie berichtet.
Checkliste I: Wie ihr 3 GEO-Basics für KI-freundlichen Content nutzen könnt
Die folgenden prinzipiellen Content-Tipps machen es wahrscheinlicher, dass KI-Sprachmodelle eure Inhalte berücksichtigen.
1. Nutzt klare und eindeutige Sprache: Verfasst euren Webseiten-Content leicht verständlich und leicht verdaulich. Vermeidet mehrdeutige Ausdrucksweisen.
2. Schreibt zitierwürdig: Sollen KI-Sprachmodelle eure Texte als erwähnenswert (Mentions) bzw. zitierwürdig (Citations) einstufen, müsst ihr klar und genau schreiben. Vermeidet vertrieblich-werbliche Ausdrucksweisen.
3. Schreibt in informativen, abgeschlossenen Blöcken: Extraktion meint hier „herausziehen“ im Sinne von „erfassen“. KI-Sprachmodelle extrahieren eigenständige Informationseinheiten zuverlässiger, wenn sie in informative Portionen unterteilt sind. Kommt zu Beginn eines jeden Abschnitts direkt auf den Punkt. Vermeidet unnötige Floskeln oder werbliche Phrasen.
Beispiel-Formulierungen:
| Schlecht für KI-Sprachmodelle zu extrahieren: | Gut für KI-Sprachmodelle zu extrahieren: |
|---|---|
| „Unsere Content-Strategie performt hervorragend.“ | „Unsere Content-Strategie steigerte die organische Conversion-Rate im Quartal um 18 Prozent.“ |
| „Marketing-Automation zahlt sich aus.“ | „Marketing-Automation reduzierte die manuelle Lead-Bearbeitung um durchschnittlich 35 Prozent.“ |
Nach diesen Basic-Tipps der LinkedIn-Analyse blicken wir jetzt auf die erste Detail-Optimierung: die Heading-Tags.
GEO-Checkliste II: So optimiert ihr eure Heading-Tags für KI
Heading-Tags sind Überschriftenelemente im HTML-Quellcode einer Webseite. Sie strukturieren Inhalte in Hauptüberschriften (H1), Zwischenüberschriften (H2) und Unterüberschriften (H3). Gegebenenfalls können weitere Stufen von H4 bis H6 genutzt werden.

Die Optimierung von Heading-Tags ist eine etablierte SEO-Maßnahme und gilt ebenso für die KI-Sichtbarkeit: Je leichter KI-Sprachmodelle die Textstruktur verstehen, desto eher nutzen sie Informationseinheiten daraus für ihre Antworten.
1. Heading-Tag-Tipp für GEO: Gestaltet eure H1-Tags (Hauptüberschriften) als komplette Fragen oder Antworten.
| Schlechte H1-Überschrift für GEO: | Gute H1-Überschrift für GEO: |
|---|---|
| „Lead-Generierung“ | „So gewinnen und qualifizieren Online-Marketing-Teams neue Leads” |
2. Heading-Tag-Tipp für GEO: Unterteilt euren Text-Content in H2- und H3-Überschriften. Solche kleineren Inhalts-Einheiten, die spezifische Fragen beantworten, machen KI-Extraktionen wahrscheinlicher.
| Schlechte H2/H3-Überschrift für GEO: | Gute H2/H3-Überschrift für GEO: |
|---|---|
| „Best Practices“ | „Online-Marketing-Kanäle, die qualifizierte B2B-Leads bringen“ |
3. Heading-Tag-Tipp für GEO: Siehe Heading-Tag-Schemadarstellung oben. Nutzt eine logische Struktur, indem ihr entlang der Heading-Tag-Hierarchie H1 > H2 > H3 (und ggf. H4 bis H6) vom Allgemeinen ins Spezielle geht. So verstehen KI-Sprachmodelle, wie eure Inhalte organisiert sind.
GEO-Checkliste: Das war Teil 1 …
… im bald erscheinenden zweiten Teil schauen wir uns unter anderem folgende Themen an:
- Antwortblöcke für KI-Sprachmodelle optimal gestalten,
- die Rolle der internen Verlinkung für KI-Sichtbarkeit,
- und weitere spannende Themen.
Bis bald.
Quelle:
linkedin.com: Introducing a Guide to Optimizing Your Owned Content for AI Discovery
Link-Tipps hier auf meinem Blog „Der Onliner – Marketing & Wirtschaft 4.0“:
KI-Sichtbarkeit: So optimiert ihr Crawlability und Parsability für ChatGPT & Co.
